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Wer sind wir

Hier möchten wir Sie über die Anfänge bis zur Vorstellung unseres Vorstandes informieren:

 

Vorgänger des "Bürgerverein Donnerschwee"

Am 6. Juni 1950 fand auf Einladung von Heinrich Müller und Alfred Reinhold eine 1. Nachbarschaftsversammlung im Donnerschweer Krug "Reckemeyer" statt. Zu dieser Versammlung kamen ca. 120 Bürger.

1. Tagungsordnungspunkt war die ständig zunehmende Trinkwassernot und die z. Zt. nicht länger ertragbaren sanitären und hygienischen Verhältnisse in Donnerschwee, da überwiegend keine Kanalisation vorhanden war.

Aus der Nachbarschafts-Versammlung ging die Interessengemeinschaft Donnerschwee / Ohmstede hervor. Am 3. November 1952 wurde dann in der Gastwirtschaft "Zum Roten Haus" der selbständige Bürgerverein Donnerschwee gegründet. Dies bedeutete auch gleichzeitig die Loslösung von Ohmsteder Interessen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herbert Reckemeyer gewählt. 2. Vorsitzender wurde Niko Voss und 1. Schriftführer Heinz Schwitters.

Zu diesem Zeitpunkt prägten noch andere Vereine das gesellschaftliche Leben in Donnerschwee. Der Gesangverein Einigkeit Donnerschwee war 1912 als Männerchor gegründet worden. 1953 kam der Frauenchor hinzu. Der älteste angesiedelte Verein in Donnerschwee dürfte der Donnerschweer Turnverein von 1887 e.V. sein. Aber auch Kleingärtner gibt es hier, die durch den Kleingartenverein Donnerschwee-Ohmstede e.V. vertreten werden. Der Verein für Bewegungsspiele von 1887 e.V. (VfB) wurde in Donnerschwee gegründet mit eigenen Tennisplätzen und Fußballplatz, die heute dem Verein nicht mehr gehören. Der Fußballplatz wurde aufgeschüttet und mit Verbrauchermärkten bebaut. Der Schützenverein Donnerschwee veranstaltete Schützenfeste und ging später in den Schützenverein Ohmstede über. Der Oldenburger Kameradenbund e.V. - Kameradschaft Donnerschwee - veranstaltete für seine Mitglieder Treffen. Später kamen noch der 1. BMX-Club und die Werbegemeinschaft Donnerschweer Straße hinzu.


Die Aufgaben des Bürgervereins

Der Zweck des Bürgervereins war bei der Gründung wie auch heute noch die Wahrnehmung und Förderung der Interessen der Bewohner des Stadtteils Donnerschwee in allgemeinen öffentlichen Angelegenheiten und deren Vertretung gegenüber Behörden und Körperschaften; ferner das Interesse für die örtlichen kommunalen Fragen zu beleben. Der Bürgerverein wollte auf eine Verschönerung des Stadtbildes Donnerschwee hinwirken und sich um die Pflege des Gemeinschaftsgefühls unter den Bürgern und Bürgerinnen in Donnerschwee bemühen.

Nach Auffassung des damaligen Vorstandes des Bürgervereins war von einer allgemeinen Verschönerung nichts zu bemerken. Erwähnt wurde die schlechte Einfriedigung der Häuser der Klävemannstiftung an der Donnerschweer Straße. Überholung der Straße und Wegeverhältnisse, insbesondere der Sanitärenanlagen. Bau einer Turnhalle u.A. Besonders setzte man sich für den Bau einer Turnhalle bei der Donnerschweer Schule ein, da nur eine Turnhalle für den Ortsteil Bürgerfelde vorgesehen war.

Im Dezember 1952 legten die Bürgervereine Ohmstede, Nadorst und Donnerschwee ein gemeinsames Ziel fest: Bau einer Turnhalle, die Einrichtung von Sportplätzen, sowie die Einrichtung eines öffentlichen Schwimmbades am Flötenteich.

1953 erfolgte die Grundsteinlegung für die Weser-Ems-Halle, die für den Stadtteil Donnerschwee hinsichtlich der strukturellen Entwicklung gravierende Auswirkungen hatte und auch heute noch hat. Der Bürgerverein stand dieser Entwicklung positiv gegenüber.

Im gleichen Jahr missbilligte der Bürgerverein den Beschluss des Rates der Stadt, in der Donarstraße weitere so genannte "Biberheime" zu bauen. Dies waren Obdachlosen-Primitivbauten. Man befürchtete, dass die soziale Struktur sich in diesem Bereich weiter verschlechtern würde, denn die bis jetzt gemachten Erfahrungen mit den Bewohnern dieser Häuser lies vieles befürchten. So die damalige Auffassung.

Am 13.10.1953 trat Herbert Reckemeyer vom Vorsitz zurück, da er den Bau weiterer Biberheime nicht verhindern konnte. Franz Lohmann übernahm zunächst erst kommissarisch den Vorsitz. Am 24.03.1954 wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde Niko Voß.

Der Bürgerverein setzte sich vorrangig für Straßenbeleuchtung und Ausbau der Straßen ein, denn in Donnerschwee gab es zu dieser Zeit kaum befestigte Straßen. Der Ausbau der Straßen verlief für Oldenburger Verhältnisse im Bereich der neuen Stadthalle relativ schnell, da es auch im Interesse der Stadt lag, entsprechende Erschließungsstraßen für das Hallengelände zu haben. Dies bedeutete häufig, dass beim Neubau von Straßen kaum Bäume gepflanzt wurden. Mit dem Umweltgedanken war man einfach noch nicht so weit, hatte man doch noch überall ausreichend Grün.

So wurde 1954 vom Vorsitzenden mitgeteilt, dass zur Lösung des Verkehrsproblems sämtliche Bäume an der Donnerschweer Straße gefällt werden sollten. Von der Stadthalle wurde eine Parallelstraße zur Donnerschweer Straße - die heutige Messestraße - geplant. Polizeikommissar Thiele berichtete, dass die Polizei der Stadt vorgeschlagen habe, die Ammergaustrasse entsprechend auszubauen, damit sie als Umleitung dienen und über sie ein glatter Verkehr Donnerschwee - Nadorst fließen könne. Die Ausführungen waren lt. Presse dem Bürgerverein aus dem Herzen gesprochen.

Ebenso wurden in der Donnerschweer Straße und Lindenstraße zwecks besserer Verkehrsführung die letzten Vorgärten einplaniert. Offensichtlich leistet die Bürgerschaft keinen Widerstand.

In den 50er Jahren bestand eine große Schulraumnot an der Donnerschweer Schule. Schichtunterricht war an der Tagesordnung; man brauchte dringend auch einen Werkraum. Als dann endlich 1957 die Turnhalle fertig gestellt war, fand eine Baumpflanzaktion bei der Turnhalle statt.

Der Bürgerverein setzte sich auch für den Erhalt der Kleingartenanlage in Donnerschwee ein, da teilweise die Gefahr bestand, dass diese Flächen in Bauland umgewandelt werden sollten.

1964 schlug der Bürgerverein den Bau eines Rathauses am Pferdemarkt vor.

In Donnerschwee wurden mit Gründung des Bürgervereins die Vorgartenprämierungen und Baumpflanzaktionen zum Tag des Baumes eingeführt.

Ausflugsfahrten fanden gemeinsam mit anderen Donnerschweer Vereinen statt.

Langsam erloschen die Bürgervereinsaktivitäten, bedingt auch dadurch, dass in den letzten Jahren keine Vorstandswahlen stattfanden. Nach 27 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit stellte Franz Lohmann am 7. März 1981 sein Amt zur Verfügung. Franz Lohmann sagte einmal: " Für Donnerschwee lohnt es sich zu arbeiten."

Gewählt wurde ein neuer Vorstand: 1. Vorsitzender Eckhard Krüdecke, 2. Vorsitzender Heinz Schwitters, Schriftführerin Charlotte Geselle, Schatzmeisterin Luise Hebestreit, Beisitzer Josef Tourneur und Herta Claasen.

"Wir sehen unsere Aufgaben darin, kommunale Entscheidungen im Ortsteil rechtzeitig dem Bürger aufzuzeigen, so dass er die für ihn negativen oder positiven Folgen erkennen kann", so damals der Vorstand.

1982 wurde eine neue Satzung beschlossen und der Bürgerverein in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein wurde auch vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt. Der Name ist nun Bürgerverein Donnerschwee e.V..

Die Neubelebung des Bürgervereins kam für den Stadtteil Donnerschwee gerade noch rechtzeitig. Es bestand die Gefahr, dass sich die Wohnqualität stark verschlechtern würde. Es wurden zu diesem Zeitpunkt viele Projekte angeschoben, die nach der Auffassung des Bürgervereins zu einer schleichende Veränderung führen würden, hin zu einer mehr gewerblichen Entwicklung im Stadtteil. Die städtebaulichen Auswirkungen, die durch den Rat und der Verwaltung vorgesehenen Maßnahmen stießen teilweise auf entschiedenen Widerstand, der dazu führte, dass Planungen neu überdacht wurden.

1980 verfielen immer mehr Häuser der Klävemannstiftung an der Unterstraße. Das Gelände sollte, wie aus Unterlagen hervor ging, zu Flächen der Weser-Ems-Halle hinzu geschlagen werden. Es gelang gemeinsam mit der Universität Oldenburg, die Bauten zu erhalten. Heute steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz.

Die Neubauten einer Eislaufhalle und eines Hotels, sowie eine neue Straßenführung zur Weser-Ems-Halle gegenüber der Einmündung der Bürgerstraße veränderten den Vorplatz zur Weser-Ems-Halle. An der Stelle, wo ein Hotel entstehen sollte, waren Erweiterungsflächen für die Berufsschule vorgesehen. Der Bürgerverein drängte auf Änderung des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes. Angeblich bestand kein Bedarf mehr für die Berufsschule. Später stellte sich dann heraus, dass die Berufsschule doch wieder Fläche benötigte. Nun sollte das Grundstück an der Lindenstraße / Bürgerstraße herhalten. Planungsaufträge wurden vergeben. Später stellte sich dann heraus, dass die Fläche zu klein war und die Berufsschule wurde an einer anderen Stelle gebaut.

Zum Bau der Strasse am Europa Platz wurde erreicht, dass diese entsprechend eingegrünt wurde,

Die Polderflächen zwischen Wehdestraße / Brakerbahn, Bahn / Unterm Berg wurden aufgeschüttet, um Parkplätze zu schaffen. Der Bürgerverein wehrte sich erfolgreich gegen die Stadt Oldenburg, dass auf dem Gelände keine Aufbereitung von verunreinigten Böden mehr erfolgte.

Ebenso gelang es, dass die Wiesen im Bereich des Pfänderweges nicht mehr als Parkplätze für die Weser-Ems-Halle verwendet wurden, denn diese Flächen stehen unter Landschaftsschutz.

Eine weitere Forderung des Bürgervereins wurde erfüllt, dass entlang der Beverbäke zur Straße Unterm Berg eine Abgrünung des Geländes der Weser-Ems-Halle erfolgte. Es wurde auch durch mehrere Eingaben zum Bebauungsplanentwurf für Unterm Berg erreicht, dass kein Mischgebiet entwickelt wurde, sondern ein allgemeines Wohngebiet. Und endlich wurde auch die immer wieder vom Bürgerverein geforderte Erschließungsstraße (Maastrichter Straße) gebaut.

Frühzeitig sprach sich der Bürgerverein gegen eine Trassenfestlegung der Bahn im Bereich Wehdestraße / Kläranlage / Hunte aus. Man wollte bei der Auslegung des Bebauungsplanes für die Kläranlage ohne vorheriges Planfeststellungsverfahren diese Trasse sichern. Das geplante Klärwerksgelände ging bis an die Braker Bahn. Eine Fußwegverbindung von der Wehdestraße zur Hunte war nicht vorgesehen. Die Erweiterungsfläche konnte um ca. 1/3 verringert werden und damit in diesem Bereich der Landschaftsschutz gesichert werden. Auch ein Fußweg wurde wieder angelegt, wo 1992 der Tag des Baumes dann gefeiert wurde. Gleichzeitig wurden entlang der Wehdestraße gegenüber der Kläranlage Bäume gepflanzt.

Immer wieder erfolgten Eingaben des Bürgervereins über die Geruchsbelastungen der Kläranlage und eines Getreidesilos im Stadtteil Donnerschwee. Auch hier wurde in den vergangenen Jahren Verbesserungen durchgeführt.

Verhindert werden konnte auch im Osthafen eine Verbrennungsanlage für Krankenhausmüll. Der Bürgerverein war der Auffassung, dass aufgrund der besonderen Lage dieses Gewerbegebietes - umgeben vom Blankenburger Wald und den unter Landschaftsschutz stehenden Wiesen diesseits der Hunte und des angrenzenden Wohngebietes - nur Gewerbegebiete angesiedelt werden sollten, die relativ umweltfreundlich sind. Es hat sich später gezeigt, dass mit der Ansiedlung von Ikea eine wesentlich bessere Lösung gefunden wurde.

Der Bau eines Pflanzenschutzmittellagers am Stau wurde vom Bürgerverein ebenfalls abgelehnt, da eine Gefährdung nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte.

Verkehrsprobleme führten ebenso häufig zu Diskussionen mit den Bürgern. Gut gelöst wurde der Ausbau der Bürgerstraße mit der entsprechenden Begrünung. Ursprünglich sollte diese Straße als Verbindung zwischen der Nadorster Straße und Donnerschweer Straße ausgebaut werden. Der Bürgerverein trat für eine flächendeckende Tempo-30- Zone ein.

Die Donnerschweer Straße ist jetzt durchgehend unter Schwierigkeiten ausgebaut worden. Der Ausbau bereitete den Anliegern und den Geschäftsleute doch erhebliche Probleme.
Auch wurde der Schulbetrieb an der Donnerschweer Schule wesentlich verbessert mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes und der Umlegung des Schulplatzes hinter der Schule,

5-mal wurde an dieser Stelle mit den ortsansässigen Vereinen das Donnerschwee Bürgerfest veranstalt. Leider wurde das Bürgerfest aufgegeben, da keine ausreichende Beteiligung der ortsansässigen Vereine mehr vorlag und durch gesponserte Gr0ßveranstaltungen in Donnerschwee dieses Bürgerfest nicht mehr durchführbar ist.

Auch Straßen wurden in Donnerschwee auf Vorschlag des Bürgervereins benannt: Die Straßen "Am Borgwall" und " Alte Gärtnerei".


Fazit unserer Arbeit

Viele Punkte wurden angesprochen. Es sprengt den Rahmen, wenn alles erwähnt werden soll, wofür sich der Verein bis jetzt eingesetzt hat.

Ein Bürgerverein kann nur Bedenken und Vorschläge an die verantwortlichen Stellen heranbringen, letztendlich müssen der Rat und die Verwaltung die nötigen Maßnahmen und Entscheidungen treffen.

Aber für eine gesunde städtebauliche Struktur ist es unbedingt wichtig, dass jeder einzelne Bürger sich an der Gestaltung seines Umfeldes beteiligt. Nur so können wir das soziale Zusammenleben abstimmen. Wir brauchen den Handel und das Gewerbe für unseren Lebensunterhalt, ebenso aber ein harmonisches Umfeld mit entsprechende Wohnungen, Frei- und Grünflächen.

Wir brauchen aber auch den sozialen Kontakt untereinander, dass wir uns in Donnerschwee kennen lernen und Kontakt zu einander haben. Der Bürgerverein Donnerschwee versucht hier eine Anlaufstelle zu sein.

Auf den Stadtteil Donnerschwee werden wohl auch in den nächsten Jahren weitere Veränderungen kommen. Der Bürgerverein wird aufmerksam diese Entwicklungen verfolgen.
Auch würde es den Stadtteil stärken, wenn mehr Bürger dem Bürgerverein beitreten würden und damit diese die Vereinsarbeit unterstützen. Alle, die für den Bürgerverein arbeiten, erfüllen Ihre Aufgaben ehrenamtlich ohne eine Aufwandsentschädigung. Letztendlich kommt diese Arbeit dem Stadtteil Donnerschwee und seinen Bürgern zu gute.

Zurzeit setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Vorsitzende: Sigrun Spaeth, Stellvertretender Vorsitzender: Klaus-Peter Wenke, Schriftführer: Werner Spaeth, Schatzmeister: Dieter Krone. Erweiterter Vorstand: Bernhard Hollander, Anke Janßen, Jürgen Romanowski. Ehrenvorsitzender: Eckhard Krüdecke.



Zurzeit setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: