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Historie

Hier erfahren Sie so einiges über die geschichtliche Entwicklung von Donnerschwee:

 

1237 erstmals genannt - bis heute mit wechselvoller Geschichte

Der Stadtteil Donnerschwee ist auch außerhalb von Oldenburg für viele Bürger ein Begriff. So wurde früher im Rundfunk bei den Fußballspielen des VfB Oldenburg auf seinem alten Platz der Name Donnerschwee genannt oder der Name fällt heute in Verbindung mit dem Veranstaltungszentrum der Weser-Ems-Halle, der EWE Arena, dem Kramermarkt oder auch nur als Hinweis, wo Park und Ride stattfindet.

Besucher jedoch, die diesen Namen auf den Autobahnhinweisschildern suchen, werden nicht fündig, da steht für Donnerschwee Ohmstede.

Der Stadtteilname Donnerschwee hat sich aus einem altgermanischen Eschdorf entwickelt. Der Ortsname Donnerschwee tritt erstmalig in einer Urkunde aus dem Jahre 1237 in der Form Thonerswe auf. 1251 heißt es Thonreswe, 1254 Dornswe, 1339 Donreswe, im 17. Jahrhundert Donnerschwede. Donnerschwee gehörte bis 1933, dem Jahr der Eingemeindung, nach Oldenburg, zur selbständigen Gemeinde Ohmstede.

Mit der Entdeckung des Heidenwalles 2007, der innerhalb der früheren Gemarkung Ohmstede lag, wurde die Stadtgeschichte teilweise neu geschrieben, obwohl dieser Heidenwall gar nicht einmal so unbekannt war. Bereits Munderloh erwähnte den Heidenwall mehrmals in seinem Buch über Donnerschwee. Diese historische Ringanlage lag an der Furt über die Hunte am damaligen wichtigen regionalen Heeresweg von Wildeshausen nach Jever. Aber auch an dieser Stelle konnten Kirchgänger, Bauern und Handelsleute die Hunte überqueren. Nach den Holzstämmen wird nun die Anlage auf die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurückgeführt. Die ersten Bäume für die Anlage wurden im Jahre 1032 geschlagen und im Jahre 1042 weitere Bäume zur Verstärkung der Mauer gefällt. Es handelt sich hier um eine alte Burganlage, die eventuell vom Familienverband um den Grafen Huno errichtet worden ist.

Wer mehr über das alte Donnerschwee erfahren will, kann dies nachlesen in den Büchern "Die Bauerschaft Donnerschwee. Geschichte eines Dorfes vor den Toren der Residenz" von Heinrich Munderloh oder "Die Oldenburger Straßennamen" von Friedrich Schohusen.


Das Wahrzeichen

Wirft man einen Blick von der Huntebrücke über die Stadt Oldenburg, so fällt sofort der markante Wasserturm auf, der umrahmt wird von Baumbestand und weitläufigen Wiesenflächen.

Die Hunte, ein alter Schifffahrtsweg - endet im Hafenbecken dem Stau, umgeben von den Hochsilos und den Hafenbetrieben, den Bahnanlagen sowie den Flächen der Kläranlage. Außerdem sind die Flächen der Weser-Ems-Halle, aber auch noch der Funkturm der ehemaligen Donnerschwee Kaserne und das neue Bürogebäude der LzO auszumachen. Dann erst fallen vereinzelt Wohn- und landwirtschaftliche Gebäude auf.

Der Wasserturm, das Wahrzeichen von Donnerschwee, wurde 1896 errichtet. Davor lieferte die Quelle schon vor Jahrhunderten das Wasser für das gräfliche Schloss in Oldenburg. Eine der wichtigsten Straßen ist die Donnerschweer Straße. Noch vor 180 Jahren erschloss diese Straße ein rein ländliches Gebiet als Verkehrsader von Oldenburg über Moorriem nach Elsfleth. Am Grünen Haus, danach Clubhaus, vorbei marschierten die 91er Soldaten zur Kaserne. Sonntags spazierten viele Oldenburger Bürger zum Beverbäkenberg, der inzwischen abgetragen und als Bau- und Füllsand in die Stadt mit Pferdefuhrwerken gefahren wurde. Ausflugslokale, wie das Rote Haus und Reckemeyer, waren Anziehungspunkte für Jung und alt. Heute zieht es einen großen Teil der Bevölkerung von Oldenburg bei gutem Wetter zu den Bornhorster Seen, entstanden aus der Sandannahme für den Bau einer Autobahn. Ein städtebauliches Beispiel dafür, dass trotz Zerstörung der Landschaft durch den Autobahnbau neue Erholungsflächen, Rad- und Fußwegverbindungen geschaffen werden, die den Freizeitwert für die Bevölkerung steigern können.


Von allem etwas, von manchem zuviel

Donnerschwee, ein Stadtteil voller Gegensätze. Hier findet man auf engsten Raum Flächen für das Wohnen, für das Gewerbe, Flächen für die Entsorgung und für den Hafenbetrieb, Sonderbauflächen für Veranstaltungszwecke, aber auch Flächen, die unter Landschaftsschutz stehen. Wohnhäuser neben gewerblichen Bauten. Denkmalgeschützte Bauten sowie alte Bauernhäuser prägen dieses Stadtbild. Seit 1881 sind Soldaten in Donnerschwee stationiert, aber 2008 endet mit der Aufgabe der Donnerschwee Kaserne die militärische Nutzung dieser Fläche. Nun soll sie wieder privatisiert werden. 1832 kaufte Großherzog Friedrich August diese Ländereinen von Gramberg.

Es ist daher kein Wunder, dass gerade in Donnerschwee immer wieder Konfliktpunkte auftreten. Gerade dann, wenn eine Stadt mit seiner Bevölkerung wächst und sich dieses Wachstum auf die Stadtbezirke niederschlägt.

So hatte Oldenburg 1930 55.485 Einwohner, 1940 waren es bereits 80.605 und 1950 125.505 Einwohner. Jetzt hat Oldenburg an die 160.000 Einwohner.

Anfang der 50er Jahre wurden in der Stadt Oldenburg mehrere Bürgervereine gegründet. Man befand sich auch - wie die Zahlen belegen - in der Aufbauphase. Flüchtlinge mussten aufgenommen werden, überall fanden in den Stadtteilen rege Bautätigkeiten statt. Und heute wächst immer noch die Einwohnerzahl im Gegensatz zu vielen anderen Städten.